„The money is in the list!“
Viele Marketer sind der Ansicht, man müsse unbedingt eine große Liste haben. Alles was weniger als 1000 Kontakte sind, sei marketingtechnisch zu vernachlässigen.  Wenn Du gerade erst mit einer Newsletterliste startest, erscheint Dir diese Zahl sicherlich wie eine unüberwindbare Hürde . In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du Deine Liste aufbaust und die passenden Leute darin versammelst.

Ich teile diese 1000-Adressen-Theorie nicht grundsätzlich, denn es kommt immer darauf an, was Du mit den Menschen machen möchtest, die sich in Deine Liste eingetragen haben. Wenn Du mit Deinen Angeboten eine breite Masse erreichen willst, macht eine große Liste natürlich Sinn. Aber auch hier fängt jeder erst einmal bei Null an. Wenn Du sehr spitz positioniert bist, wird Deine Liste kleiner sein, weil ja auch die Zahl der passenden Personen geringer ist. Das heißt aber nicht, dass sie weniger wertvoll ist.

Die alte Frage: Hat E-Mail-Marketing eine Zukunft?

Um es vorweg zu nehmen: oh ja!
Laut dem DMA National Client Email Report 2015 spült Dir jeder in E-Mail-Marketing investierte Dollar durchschnittlich 38 Dollar in Deine Geldbörse zurück. Das war 2015. Tendenz steigend. Und wenn Du Dir überlegst, wie Du Deine Interessenten am besten erreichen kannst, wird Dich vielleicht erstaunen, dass 90% der gesendeten E-Mails auch tatsächlich in den Posteingängen der Empfänger landen. Im Vergleich dazu Facebook: Hier bekommen nur etwa 2% Deiner Fans überhaupt Deinen Post zu sehen (Forrester Research), es sei denn Du bewirbst ihn kräftig.
E-Mail-Marketing ist günstig und allein schon deshalb solltest Du investieren, um Deine Liste zügig aufzubauen.

Magnetisch in die Liste

Ohne das geht´s gar nicht: Erstelle einen Leadmagneten, der einen möglichst hohen Praxisnutzen für Deine Wunschkunden hat und leicht zu konsumieren ist. Ich als Bücherleseratte musste mich da von meinen eigenen Gewohnheiten schnell verabschieden. Ich habe ja keine Angst vor viel Papier mit vielen Buchstaben und wenig Bildern. Im Web bevorzuge ich aber auch präzise und überschaubare Formate. Da schrecken mich Buchstabenwüsten eher ab. Um einen noch fremden Menschen in Deine Liste einzuladen, sollte Dein Freebie von hoher Qualität und geringem Umfang sein. Prima – Du hast hier schon mal nicht die Hürde, ein Riesending entwicklen zu müssen. Ein paar Seiten reichen. Gib ruhig ein paar Deiner Goldkörnchen heraus.

Und wenn Du denkst, das ist zu wenig oder zu oberflächlich? Keine Sorge, Du wirst noch ausreichend Gelegenheit bekommen, Deine Erfahrungen und Kompetenzen weiterzugeben. Aus diesem Grund baust Du ja Deine Liste auf.

Dein neuer Abonnent, wird mit Deinem Freebie einen kleinen, aber entscheidenden Schritt tun können, der die gewünschte Transformation in erreichbare Nähe rückt. Mehr nicht.

Mit Pop-ups in die Liste 

Eine weitere Möglichkeit, die Anzahl Deiner Eintragungen zu erhöhen, sind sogenannte Exit-Intent Boxen. Sobald Dein Besucher sich mit dem Mauszeiger in den obersten Bereich Deiner Seite bewegt öffnet sich ein Popup mit Deinem Freebie.

Exit-intend Box

Hier eine einfache und kostenlose Möglichkeit diese Boxen einzurichten:

Mit dem WordPress-Plugin Popupally, kannst Du in der kostenlosen Version nebeneinander 2 unterschiedliche Optin- Formulare auf Deine Seite bringen. Du kannst z.B. eine feststehende Optinleiste über oder unter jeden Deiner Beiträge platzieren (embedded) oder ein Pop-up einbauen, dass sich entweder zeitverzögert (time-delayed) oder beim Verlassen der Seite (exit-intent) zeigt. Damit das Pop-up nicht nervt, kannst Du festlegen, wie oft jeder Nutzer das Pop-up sehen soll. Ich habe meines auf alle 14 Tage eingestellt.

Es gibt auch die Möglichkeit eine Exit Intend Box über Optimizepress einzurichten. Das funktioniert dann aber nur auf der einen Seite auf der Du die Box einrichtest. Bei Popupally kannst Du im Menü auswählen auf welchen Seiten das Pop-up gezeigt wird und auf welchen nicht. Das finde ich sehr viel komfortabler.

Gefragt  in die Liste 

Frage Blogger oder Podcaster, die Du kennst, ob sie Lust haben, Dich zu interviewen. Ihr solltet Euch mit Euren Themen ergänzen, das ist klar. Dabei brauchst Du keine Kontaktscheu zu haben – jeder Blogger freut sich über neuen und frischen Content. Wenn Du mit einem Themenvorschlag im Kopf Kontakt aufnimmst, der genau zur Zielgruppe Deines Wunsch-Interviewpartners passt, hast Du schon fast gewonnen. Dein Link am Ende des Interviews führt dann natürlich zur Landingpage Deines tollen Freebies. Erwarte aber bitte keine weitere Gegenleistung. Dass Du Dich mit einem Interview in der Leserschaft des anderen zeigen darfst, ist Benefit  genug, oder?

Wenn Du ein Interview wünschst mit einer Person, die Du noch nicht persönlich kennst, solltest Du etwas in Vorarbeit gehen und Mitglied in dessen Community werden. Abonniere den Newsletter, werde ein Facebook-Fan oder trete der Facebook-Gruppe bei, wenn es eine gibt,  kommentiere Blogposts oder Podcastfolgen, zeige Dich und baue eine Beziehung auf.

Gemeinsam  in die Liste 

Schließe Dich mit anderen Solopreneurs und Bloggern zusammen und vereinbart miteinander, Eure Optin-Produkte in Euren Newsletter zu bewerben. Was viele Unternehmen in großem Stil betreiben, in dem Sie Werbung in ihren Newslettern schalten, um diesen zu refinanzieren, funktioniert auch hervorragend im kleinen Kollegenkreis. Wenn Du Dich nur mit 3 oder 5 anderen Personen zusammenschließt, hat das eine ungeheure Hebelwirkung, denn Du bekommst eine persönliche Empfehlung Deines „Werbepartners“ an seine eigene Liste. Wähle hier Partner aus, die Deine Angebote ergänzen, zumindest gut dazu passen, aber nicht damit konkurrieren. Logisch.

Mit Zeit und Geld  in die Liste

Wenn Du bereits ein Lernprogramm oder Seminarinhalte hast, löse einfach eine Lektion oder einen Themenbereich heraus und verschenke diese Einheit. Wichtig bei dieser Listbuilding-Methode ist die zeitliche Begrenzung und dass Du diese Begrenzung deutlich kommunizierst. Damit wird Dein Angebot noch attraktiver.

Um möglichst viele Eintragungen zu erhalten, empfehle ich Dir eine Werbeanzeige zu schalten, die Du ganz zielgenau auf Deine Wunschkunden ausrichten kannst. Wenn Du Deine  Kunden auf Facebook findest, dann schalte dort eine Anzeige. Angenommen, Du begrenzt den Zeitraum auf 8 Tage , dann empfehle ich Dir, für diese Zeit ein Budget von 100 € zu investieren. das sind 12,50 Euro pro Tag. Je mehr, desto besser. Bitte denke hier an Deine Zukunft. Das ist kein herausgeschmissenes Geld, sondern eine Investition. Mit Adwords erreichst Du die Kunden, die nicht auf Facebook vertreten sind, zum Beispiel mittelständische Unternehmen. Mit Werbeanzeigen trägst Du Dein Angebot hinaus in die Welt und zeigst es den Menschen, die bisher noch nicht den Weg zu Dir gefunden haben. Eine gute Liste bringt Dir Geld, weil Du eine enge Beziehung aufbauen und dann immer und immer wieder gute Angebote machen kannst, die Deine Abonnenten interessieren und weiterbringen.

Wer soll in die Liste?

Wichtig ist, dass Du Dir, bevor Du mit dem Aufbau Deiner E-Mail-Liste beginnst, klar darüber bist, wen Du wirklich in Deiner Liste haben möchtest und wen nicht. Wenn Du noch keine Wunschkundenprofile erstellt hast, kannst Du das ja jetzt nachholen. Dann hast Du über diesen Punkt absolute Klarheit. Mit meinem e-Workbook „Gib Deinen Wunschkunden ein Gesicht“ wird Dir das ganz leicht fallen.

Und welches E-Mail-Marketing-Tool ist das Beste?

Puhh – es gibt so viele und ich fürchte um die Auswahl kommst Du nicht ganz herum.
Mir ist zum Beispiel sehr wichtig, dass ich ein tag-basiertes System nutzen kann. Das bedeutet, dass nicht verschiedene Listen angelegt werden, sondern dass jeder Kontakt ein „tag“ also ein kleines Anhängeschildchen mit einem passenden Stichwort erhält. So kannst Du viel genauer selektieren und sendest Deine Angebote wirklich nur an die Personen, die dafür in Frage kommen. Für mich kommt da unter den deutschsprachigen Tools nur Klick-Tipp in Frage. Bei listenbasierten Systemen läufst Du immer wieder Gefahr, dass Personen in Liste A und in Liste B vertreten sind. Das plustert Deine Liste fälschlicherweise auf und verhindert eine saubere Selektion.

Wie baust Du Deine Liste gezielt auf?
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