Akquise kannst Du lernen, Verkaufs- und Verhandlungstechniken ebenso. Alles ist aber extrem mühevoll und von wenig Erfolg gekrönt, wenn Du selbst nicht zu elfundneunzig Prozent an Dich glaubst und als Solo-Unternehmerin liebevoll (!!!) für Dich sorgst. Ich fand es lange schwierig, im Familien und Arbeitstrubel, etwas Raum nur für mich zu reservieren. Interessanterweise sind es jedoch ganz kleine Dinge, die helfen, bei Dir zu sein, damit Du eine souveräne, freundliche Offenheit und Gelassenheit ausstrahlen kannst, die für Marketing und Sales einfach wichtig ist.

Hier ein paar Punkte für Dich zur Anregung:

1. Vernetze Dich

Gerade wenn Du Familie hast, ist es wichtig, ein gut funktionierendes Netzwerk zu haben. Nicht nur in den sozialen Medien, sondern ganz handfest innerhalb Deiner Familie, Deines Freundeskreise und in Deinem nachbarschaftlichen Umfeld. Besonders in den Schulferien ist das ein großes Thema, wenn Du Kinder hast, die noch kleiner sind. Als Frauen sind wir es gewohnt, Helferin zu sein, bitten aber selbst zu wenig um Hilfe. Dazu gehört auch, dass Du die Tätigkeiten in Deinem Business, die andere lieber, schneller und besser erledigen als Du, außer Haus gibst. Eine Landingpage erstellen, Adressen recherchieren – egal was. Es gibt für alles die richtigen Dienstleister. Außerdem bringst Du Dich in einen Zustand der Fülle: Du gewinnst Zeit und mit Deinem Auftrag hilfst Du einem anderen Menschen dabei, Geld zu verdienen und erfolgreich zu sein. Wow.

2. Schlafe ausreichend

Zu wenig Schlaf hat fatale Folgen auf Deine körperliche und psychische Gesundheit. Wer konstant weniger als 6,5 Stunden täglich schläft, begünstigt Erkrankungen wie Diabetes und Fettleibigkeit. Die Auswirkungen auf die Psyche sind enorm. Wenn Dir Schlaf fehlt, wirst Du dünnhäutig und aggressiv. Das ist keine gute Ausgangslage für eine erfolgreiche Akquise oder Auftragsverhandlung oder ein verbindendes Gespräch mit  Kunden oder Kollegen.

Wenn noch niemand Dich fordert, kein Telefon klingelt und das Hereinrauschen der täglichen E-Mails noch nicht begonnen hat, ist der ideale Zeitpunkt, Deinen Tag zu planen und Deine ToDo´s schriftlich festzuhalten. Aus diesem Grund stehen viele sehr erfolgreiche Menschen in aller Herrgottfrühe auf.
Früh aufzustehen ist übrigens ganz leicht, wenn Du abends eher zu Bett gehst. Kein Scherz! Damit das gelingt…

3. Verschenke Deine Glotze

Der durchschnittliche Fernsehkonsum aller 14 bis 69-Jährigen in Deutschland beträgt 209 Minuten. Das sind fast 3,5 Stunden. Kein Wunder, wenn man dann keine Zeit hat für seine Träume, für Weiterbildung oder für kreative Langeweile und das Leben einfach so an einem vorbeizieht. Wenn Du zwei Stunden pro Tag weniger fernsiehst, erhältst Du den kompletten Jahresurlaub eines Angestellten einfach so geschenkt bzw. Du eroberst ihn Dir zurück! 30 Tage extra. 

4. Höre niemals auf zu lernen

Erfolgreiche Menschen lesen täglich und bleiben immer neugierig. Damit sich das Gelesene besser einprägt, mache ich mir immer Notizen. Entweder am Rand des Buches oder in einem extra Heft. Wenn Du nicht so eine Leseratte bist, kannst Du auch Hörbüchern lauschen. Auch dann empfehle ich Dir, Notizen zu machen, damit sich die Inhalte durch den Prozess des Schreibens besser im Bewusstsein verankern. Geld für Weiterbildung ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in Deine Zukunft. Dein Wert steigt, mit jedem Buch, das Du liest, mit jedem Kurs, den Du absolvierst und mit jedem Seminar an dem Du teilnimmst.

5. Sei dankbar

Dankbarkeit ist eine der besten Methoden, um Dich innerhalb kürzester Zeit in eine kraftvolle und positive Stimmung zu versetzen. Du kannst ein Ritual daraus machen, indem Du gleich morgens nach dem Aufstehen an zehn Dinge denkst, für die Du dankbar bist. Wichtig ist dabei, dass Du die Liebe und Dankbarkeit in Dir auch tatsächlich fühlst. Das ist DER Extraschub Energie für den Tag, weil Du Deine Gedanken und Gefühle auf das lenkst, was Du schon hast und ablenkst von den Dingen, die Dir fehlen. Das macht Dich gelassener und zuversichtlicher.

6. Überwinde Deine Ängste

„Wer nichts riskiert, setzt alles aufs Spiel.“ (Wo habe ich diesen Satz nur gelesen?)
Dieses berühmte Verlassen der eigenen Komfortzone ist mit Angst verbunden. Vor Unbekanntem, vor Neuem. Wenn Du die Dinge nicht genauso machen möchtest, wie Du sie immer schon getan hast, musst Du diese Schwelle überschreiten. Indem Du den nächsten, noch ungewissen Schritt tust, signalisierst Du Deinem Hirn, dass Du die Warnung in Form von Angst gehört hast, aber Dich nicht zurückhalten lässt. Wenn Du neue Wege gehst, kannst Du neue Ergebnisse erwarten, wirst etwas dazulernen und Deinen Handlungsraum enorm vergrößern. 

7. Befreie Dich von schlechten Angewohnheiten

Schlechte Angewohnheiten  geben Dir schlechte Gefühle, weil Du Dich über Dich selbst ärgerst. Ich habe zum Beispiel jahrelang stark geraucht und wollte endlich aufhören. Damit ich mich aber nicht bei jeder Zigarette selbst niedermache und schlecht fühle, bin ich (bei meinem dritten Versuch, das Rauchen aufzugeben) analytisch vorgegangen, statt mich selbst zu kasteien und und habe mir ein paar Fragen gestellt. Diese Fragen funktionieren auch bei anderen schlechten Gewohnheiten.

In welchen Situationen tue ich das? Bei mir waren es Stress, Pausen und Feierabend.
Warum tue ich das und welche positiven Gefühle stellen sich damit ein/ welche positive Absicht steckt dahinter?  Ich wollte mal tief durchatmen und mich entspannen bzw. mich für den Abschluss einer intensiven Arbeitseinheit belohnen.
Wie kann ich das akute Verlangen überbrücken? Ich habe überlegt, wie lange eigentlich der akute Jieper auf eine Zigarette dauert und dabei festgestellt, es sind nur zwei Minuten. Also habe ich bei jedem akuten Verlangen einfach zwei Minuten den Sekundenzeiger meiner Uhr verfolgt und damit unbewusst meine Gedanken auf etwas anderes fokussiert.
Wie kann ich diese positiven Gefühle auf andere Art und Weise erhalten? Ich wollte ja nicht auf den ursprünglich gewollten angenehmen Effekt verzichten, also habe ich eine kleine Pause gemacht, mir ein Glas Wasser genommen (keinen Kaffee, der war mit Zigarette verbunden) und bewusst ein paar tiefe ruhige Atemzüge genommen.
Wie belohne ich mich für mein neues Verhalten? Mir reichte das Gefühl, vitaler und gesünder zu sein und der Stolz über jeden einzelnen Tag, den ich nicht mehr qualmte. Auch nach 16 Jahren bin ich noch stolz darauf.

8. Liebe und nutze Deine männlichen und weiblichen Anteile gleichermaßen

Wenn wir beim Thema  Marketing & Sales bleiben, bedeutet dies, dass wir immer im Einklang mit beiden Naturen sein müssen, um den Erfolg zu haben, den wir uns wünschen. Ich kann häufig zwei Extreme bei Frauen beobachten:
Frauen, die in der Akquise oder in Verhandlungen sehr intellektbezogen und handlungsorientiert sind, immer die Verantwortung übernehmen, aber irgendwann den Sinn in Ihrem Tun vermissen oder sich eine größere Nähe zu ihren Kunden wünschen.

Andererseits  arbeitete ich mit Frauen, die sehr hilfsbereit, verbindend  und weich in ihren Kundengesprächen sind, aber dabei irgendwo auf der Strecke bleiben. Meistens beim Geld.
Uns  Frauen gelingt es immer noch viel zu gut, mit wenig Geld auszukommen. Neulich sagte mir eine Kundin: „Wenn ich 750 dafür am Tag nehme, dann reicht mir das völlig. Mehr bieten die mir sowieso nicht an.“

Wenn Du Deine weiblichen Stärken einbringst wie Fürsorge, Hilfsbereitschaft, Einfühlungsvermögen und Intuition und auch in der empfangenden Position bist, indem Du gut zuhörst, Dein Gegenüber verstehst und unterstützt, dominiert Dein weiblicher Anteil. Dein männlicher Anteil  möchte aber auch mitspielen. Er will handeln, aktiv sein, etwas bewegen, Lösungen aufzeigen und sich messen. Du brauchst ihn, um gut für Dich zu verhandeln, die beste Lösung für Deinen Kunden zu entwickeln. Beides ins Gleichgewicht zu bringen ist ein Prozess – es geht nicht von jetzt auf gleich.

Wie kommst Du in Deine volle Kraft um Deine Angebote souverän und entspannt zu vermarkten?
Meditierst Du, machst Du Sport?

Ich bin sehr gespannt auf Deinen Tipp und Kommentar.


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