„Das bringt doch eh nichts.“
„Ich lerne das nie.“
„Als Einzelkämpfer hast Du keine Chance in großen Unternehmen.“
Vielleicht kennst Du diese inneren Saboteure, die Dich klein halten und Dir Dein Grundvertrauen rauben. 

In meinem heutigen Beitrag möchte ich diesen kleinen Saboteuren mal genauer ins Gesicht leuchten und Dir zeigen, wie sich Dich im Marketing- und Salesprozess daran hindern, vom Fleck zu kommen.

Ich gebe Dir wieder eine wirksame Übung an die Hand, die Dich einen großen Schritt weiterbringen kann.

Wie kommst Du eigentlich zu diesen Annahmen?

Viele Glaubenssätze haben wir schon in unserer Kindheit gehört – vielleicht in einem etwas anderen Zusammenhang, aber sie haben sich manifestiert.

Nehmen wir das folgende Beispiel. Kundengewinnung- Das ist doch üble Klinkenputzerei. Das ist übrigens einer der häufigsten Widerstände, die ich von meinen Kursteilnehmern höre, wenn wir auf das Thema zu sprechen kommen. Ich möchte Dir hier zeigen, welchen Ursprung dieser Glaubenssatz haben kann.

Ein Erklärungsversuch speziell für Frauen

Viele von uns sind in Ihrer Kindheit mit diesen oder ähnlichen Sätzen in die Schranken gewiesen worden.  Man hat uns beigebracht, folgsam zu sein und es den Erwachsenen leicht und bequem zu machen.

  • Sei artig!
  • Sprich nur, wenn Du gefragt wirst!
  • Sei nicht so vorlaut!
  • Quod licet Iovi, non licet bovi.
  • Du wartest, bis Du an der Reihe bist.
  • Erst die Erwachsenen!
  • Wenn Du nicht so bockst, bist Du viel hübscher.
  • Oder auch immer wieder gern gehört während meiner Buchhändlerlehre:
    Lehrjahre sind keine Herrenjahre!

Du wunderst Dich vielleicht, warum sich diese Glaubenssätze heute immer noch in Deinem System befinden. Das liegt daran, dass Du sie so tief verinnerlicht hast und gar nicht bewusst kennst. Im Grunde haben solche Sätze ja auch immer etwas Positives: Sie schützen uns vor Neuem und Unkalkulierbarem und halten uns in unserer Komfortzone.

Wenn Du nicht bockst, bist Du hübscher.  Das heißt positiv betrachtet: Wenn Du hübsch bist, hast Du´s leichter und Du wirst gemocht. Es heißt aber auch: Mach gute Miene zum schlechten Spiel- Dein Wille ist hier nicht gefragt.

Erst wenn wir im Leben immer wieder an den gleichen Stellen stocken oder ins Straucheln geraten, wird uns klar, dass hier innere Saboteure, also alte Glaubenssätze und Blockaden am Werk sind.

Die andere Seite der Medaille

Wenden wir mal das Ganze von Kopf nach Zahl und kommen wir auf Dein Business und mögliche Widerstände gegen die proaktive Ansprache von möglichen Kunden zu sprechen.

Wie willst Du also, wenn Du auch solche Sätze verinnerlicht hast, andere Menschen überzeugend auf Deine besonderen Angebote ansprechen?

Du hast gelernt, dass Zurückhaltung sich gehört. Sich selbst in den Vordergrund zu schieben und die eigenen Leistungen stolz zu vermarkten ist daher, wie ich oft höre, ‚unter meinem Niveau‘, ‚das habe ich nicht nötig‘ oder ‚das passt nicht zu mir bzw. in meinen Bereich‘. Offensichtlich sind da ein paar dieser Glaubenssätze noch immer am Werk und verhindern, dass Du fröhlich auf Deine Wunschkunden zugehst.

Eben habe ich gesagt, dass Glaubenssätze auch immer eine positive Seite haben, sonst wäre uns die Präsenz dieser Saboteure sicherlich unangenehmer. Vor allem, wenn Du noch nicht genau weißt, wie Du aktiv auf andere Menschen zugehen sollst, sorgen Deine Glaubenssätze dafür, es erst gar nicht zu probieren. Schließlich hört man Grauenvolles über Leute, die „unbedingt und ständig ihr Zeug verkaufen müssen“, der Beruf des Verkäufers ist wenig geschätzt und natürlich willst Du Dir nicht die Finger verbrennen oder eine Abfuhr kassieren. 😉

Nun hörst Du aber auch andere Stimmen – nämlich, dass Du der Welt erzählen musst, dass es Dich gibt.
Hast Du schon einmal überlegt, welchen Schaden Deine Wunschkunden erleiden müssen, wenn sie Deine Angebote nicht nutzen. Wenn Du anderen zeigen kannst, wie sie ganz leicht mit WordPress umgehen können oder wie sie leichter ihr Wunschgewicht erreichen können. Stell Dir jetzt einmal vor, wo Deine Kunden stehen bleiben oder wo sie sich weiterhin (unnötiogerweise) abmühen müssen – nur weil Du Dich nicht traust zu sagen:“Hey, ich kann Dir zeigen, wie das geht, damit Du schneller an Dein Ziel kommen kannst .“ 

Geh doch einfach mal weg von der schlechten Selbstannahme, Du wärest mit Deinem Angebot lästig, oder nicht gut genug.

Wie wirst Du jetzt Deine Blockaden und inneren Saboteure los?

Aus negativ mach positiv

Hier Deine Übung, die Dir helfen wird, negative Glaubenssätze durch positive Gegenbeweise außer Kraft zu setzen.

Beobachte Dich einmal, wenn Du Dich mit Akquise befasst.
Welche Sätze, welche Aussagen kommen Dir in den Sinn?
Oder welchen Aussagen, die Du gehört oder gelesen hast, stimmst Du zu?

Schreibe sie alle auf.

Wenn es negative oder hinderliche Sätze sind, die Dich davon abhalten, Dich proaktiv zu vermarkten, formuliere sie ins Gegenteil um und mache eine positive Aussage daraus.
Marketing ist anstrengend.  Mach daraus: Neue Kunden zu gewinnen macht mir Freude.

Schreibe alle Situationen auf, in denen Du bewiesen hast, dass Du andere Menschen beeindrucken und überzeugen kannst.Noch ein Beispiel:
Als Existenzgründer kann ich nicht so viel Honorar verlangen.
Mach daraus: Ich bin es wert, jede erdenklich hohe Summe Geldes zu bekommen. 
Als Gründer habe ich frische Ideen und bringe wertvolle Erfahrungen mit. Das ist gutes Geld wert.
Und auch hier lieferst Du jetzt die Beweise. Schreibe Sie alle auf.

Liefere viele Beweise, dass Deine alten Glaubenssätze in den Mülleimer gehören. Du wirst genügend finden, da bin ich sicher. So kannst Du Dich von Deinen hinderlichen Sätzen verabschieden und neue positive Sätze an deren Stelle setzen.

Wenn Du magst, kannst Du Deine neuen Sätze in Sichtweite platzieren – auf eine schöne Karte, mit einem stimmungsvollen Foto. Sobald Du ins Zweifeln kommst, drehst Du Deine Karte um. Dort stehen Deine Beweise.

Diese Übung ist zwar leicht niedergeschrieben, sie erfordert jedoch eine tiefe und ehrliche Arbeit mit Dir selbst. Und das kann ganz schon anstrengend sein und manchmal etwas wehtun.

Bis sich Deine neuen positiven Glaubenssätze Ihre neuronale Autobahn in Deinem Gehirn geschaffen haben, können zwischen 50 und 200 Tage vergehen, heißt es. Es hilft also nicht, diese Übung einmal zu machen und dann die Karten auf dem Tisch stehen zu lassen. Nutze sie jeden Tag, hänge sie Dir an den Spiegel, murmle sie beim Zähneputzen oder schrei sie laut raus, wenn Du draußen im Wald bist. (Ich sage Dir, das fühlt sich grandios an – auch wenn mein Hund dann immer ein wenig irritiert zu mir blickt.)

Dein Mindset muss stimmen!

Ich kann Dir nur empfehlen, Deinen Blockaden, Glaubenssätzen und inneren Saboteuren auf die Spur zu kommen. Gerade wenn Du spürst, dass Du immer wieder in die selben Muster verfällst, an den gleichen Stellen ins Stocken gerätst, ist das ein untrügliches Zeichen und erfordert ein wenig Hinwendung. Marketing und Verkaufen darf leicht sein. Nirgendwo steht geschrieben, dass dies der qualvolle Teil Deiner Selbständigkeit sein muss.

Kennst Du Deine inneren Saboteure?
Wie hast Du sie aufgelöst?

Ich freue mich, wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat. Du hast ihn bis zum Ende gelesen. Danke für Deine Zeit.

Dieser Beitrag erschien in seiner ersten Fassung bereis 2014. Er wurde überarbeitet.