In meinem heutigen Beitrag kommt Petra von Schenck zu Wort. Sie berät Selbstständige und Unternehmen in Fragen rund um Medien, Kommunikation und gelungenen Außenauftritt. In unseren Vorgesprächen zu diesem Beitrag waren wir uns einig: Deine Kunden möchten Dir gerne vertrauen und wissen, dass sie mit Dir eine echte Expertin an ihrer Seite haben. Du brauchst also Glaubwürdigkeit. Und das geht perfekt mit Fachartikeln in Fach- und Special-Interest-Zeitschriften. Wie Du das Ganze aufziehst, erfährst Du heute von Petra.

Bist Du mit Deinem Business in einem glaubwürdigen Umfeld sichtbar, können die Menschen leichter Vertrauen entwickeln. Vertrauen lässt sich bekanntlich nicht wirklich messen und mag Dir nicht sofort neue Kunden bringen. Aber: Nur mit echtem Vertrauen zu Dir entscheiden sich die Menschen dafür, bei Dir eine Beratung zu buchen oder Dein Produkt zu kaufen. Vertrauen aufzubauen und zu pflegen ist daher eine prima Basis für den Erfolg Deines Business und übrigens eine der Aufgaben guter PR!

Nach wie vor große Glaubwürdigkeit genießen die „klassischen“ Fach- und Special-Interest-Medien. Lesen Deine Wunschkunden in einem guten Fachmagazin oder in deren Lieblingsmedium einen hilfreichen Fachartikel über Dich, gewinnst auch Du und Dein Business in ihren Augen an Credibility. Es lohnt sich daher für Dich, wenn Du die Medien-Welt und ihre PR-Chancen für Dich entdeckst.

On top kannst Du Deine Medien-Veröffentlichungen bei Deinen Online-Marketing-Aktivitäten erwähnen. So verbindest Du ganz galant die Offline- mit der Online-Welt. Und da die meisten Menschen viele Arten von Medien nutzen, kannst Du mit beiden Welten Deine Wunsch-Zielgruppen noch besser und viel nachhaltiger erreichen.

Auf Entdeckungsreise gehen:
Wie findest Du interessante Medien?

Damit Du als ernstzunehmender Experte in Deinem Markt wahrgenommen wirst, solltest Du natürlich am Besten in den Fach- und Special-Interest-Medien sichtbar werden, die auch von Deinen Lieblingskunden und Fach-Kollegen oft und gerne gelesen werden.

„Je vielfältiger und passgenauer der Medien-Mix, desto größer sind Deine Chancen, als Expertin wahrgenommen zu werden.“

Wie kannst Du nun genau die Medien finden, die für Dein Business die richtigen sind?

Traditionell nutzen PR-Profis für diese Aufgabe spezielle Technik-Tools, mit denen sich Medien heraussuchen und Verteiler erstellen lassen. Allerdings ist deren Nutzung mit meist drei- bis vierstelligen Kosten verbunden.

Daher hier erste Tipps für eine entspannte und kostenfreie Suche:

  • Dem Umfeld zuhören – Die wohl wichtigste Regel. Je genauer Du weißt, welche Themen Deine Kunden beschäftigen, desto leichter erkennst Du, ob ein Medium für Deine Wunschkunden – und somit für Dich – interessant ist.
  • Auf die Suche gehen statt langweiligem Warten in Bahnhof oder Flughafen – Gerade an den dortigen Zeitungsständen lassen sich interessante Nischen-Medien entdecken, die auch direkt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Und wer weiß? Vielleicht findet Dich genau auf diesem Wege auch Dein nächster Wunschkunde? 
  • Bei Messe-Besuchen auf Zeitungs-/ Zeitschriftenstände achten – Oft präsentieren sich Fachmedien auch mit einem Stand oder in Ständern bzw. Fächern in den Gängen von  Fachmessen. Mit einem kurzen Blättern lässt sich schnell herausfinden, ob das Medium in den eigenen Verteiler gehört.

Und wo wir gerade von Verteiler sprechen: Diese Liste mit Adressen und Kontaktdaten der Redaktionen ist für Deine PR das, was „die Liste“ für das Online-Marketing ist – das wichtige Rückgrat all Deiner künftigen Aktivitäten. Sobald Du also ein für Dein Business wirklich passendes Medium findest, solltest Du es in Deine Liste eintragen. Für diese gibt es übrigens kein „Double-Opt-In“. Dafür musst Du vor all Deinen Aktivitäten gut überlegen, ob Du mit Deinen Themen und Inhalten wirklich etwas Interessantes für den Journalisten hast.

Wie findest Du Themen
für Fach- und Special-Interest-Medien?

Im Prinzip ist der Redakteur  für uns eine zusätzliche Wunschkunden-Gruppe, deren Vorlieben, Gewohnheiten und Arbeitsweisen Du erforschst: Je besser Du Journalisten und Redakteure verstehst, desto leichter kannst Du gute Kontakte pflegen.

Am Besten wirfst Du immer wieder einen Blick in die verschiedenen Ausgaben „seines“ Mediums. So bekommst Du mit der Zeit ein gutes Gespür, welche Themen gut passen und wie sie aufbereitet sind. Übrigens merken Journalisten meist direkt, ob Du „sein“ Magazin auch inhaltlich oder nur dem Namen nach kennst!

Redaktionen von Fach- und Nischen-Medien planen ihre Themen rund ein Jahr im Voraus. So kann der Redakteur und seine Kollegen mit genügend Vorlaufzeit recherchieren und die Beiträge erstellen. In vielen Fällen kannst Du die Redaktions- und Sonderthemen online in den Media-Daten einsehen. Da diese Themen im Allgemeinen nur ein Mal im Jahr so detailliert beleuchtet werden, lohnt sich ein genauer Blick: Gibt es da ein Thema, das ideal zu Deinem Business passt? Oder vielleicht auch mehrere? – Da der Redakteur ja in jedem Fall über das jeweilige Thema schreiben wird, kannst Du es prima als Anknüpfungspunkt für Deine Ansprache nutzen und auf Wunsch etwas zuliefern.

Warum gute aktuelle Aufhänger wichtig sind

Deine Themen sind für den Journalisten und Redakteure nur interessant, wenn sie einen aktuellen Bezug haben. Schließlich liest ja auch kaum jemand einen veralteten Fachtext. 

Mit einem aktuellen Aufhänger hast Du eine prima Möglichkeit zur Ansprache und erhöhst Deine Chancen auf redaktionelle Berücksichtigung.

Wie kannst Du einen Fachartikel zu einem Thema anbieten?

Stellen wir uns vor, es gibt ein aufkommendes Problem, das Deine Branche und viele Betroffene beschäftigen wird.

Deine Erfahrungen können einen interessanten Blickwinkel auf das Problem und dessen Lösungen geben. Womöglich hast Du mit Deiner Dienstleistung bzw. Deinem Produkt schon praktisch gezeigt, wie sich das Problem lösen lässt. Soeben hast Du einen idealen Anknüpfungspunkt für Deine PR gefunden!

Du überlegst Dir, dass die Medien dieses Thema sicher aufgreifen werden – insbesondere ein Fachmedium aus Deinem Verteiler, in dessen Themenspektrum dieses Problem perfekt passen würde.

Dann also los: Du kontaktierst den Redakteur, stellst Dich kurz mit Deiner Expertise vor und fragst ihn, ob er über das aufkommende Problem schreiben wird bzw. ob Du ihm hierzu etwas zuliefern kannst. Wenn es zum Gespräch passt oder Dir vorab mehrere mögliche Themen eingefallen sind, kannst Du sie ganz kurz ansprechen und fragen, ob diese interessant für ihn wären.

Verwende an dieser Stelle ruhig das Wort „zuliefern“ im Gespräch. Du signalisierst damit, dass Du weißt: Auch wenn Du ihm Dein Fachwissen, Infos und ggf. einen Text anbietest, entscheidet er selbst, ob überhaupt und in welcher Form diese verwendet werden.

Anders als bei Blogbeiträgen gibt es keine Verpflichtung für ihn, den Text genauso abzudrucken. Aber das ist in Ordnung für Dich, da es Dir ja darum geht, dass Du mit Deinem Business im Magazin präsent bist. Diese Variante ist die übliche, wenn es um Zulieferungen geht.

Wenn Du gar die Möglichkeit bekommst, Deinen Text als Dein Fachbeitrag mit Autoren-Nennung veröffentlicht zu bekommen, ist das natürlich super – gratuliere!

Der tolle Fall ist eingetreten und Du sollst einen Fachbeitrag zuliefern. Als souveräne Expertin fragst Du ihn daraufhin direkt:

  • wie lang Dein Text „inklusive Leerzeichen“ sein soll
  • bis wann Du ihn zuliefern sollst
  • in welchem Magazin der Beitrag wahrscheinlich erscheinen wird
  • ob es ansonsten noch Vorgaben gibt, die wichtig sind. Vielleicht gibt es gar „Autorenrichtlinien“. Bei Fachmagazinen, in dem oft Fremdautoren – also Externe wie Du – schreiben, kann das vorkommen. Dass er am liebsten ein Word-Dokument, mit dem er direkt arbeiten kann, für ihn viel besser als eine schreibgeschützte PDF ist, weißt Du ja bereits. 😉
  • Möchte er Fotos? Wenn Du gute Fotos von Deinem Produkt bzw. Dienstleistung hast, kannst Du ihm diese auch anbieten. Aber bitte ohne sichtbare Logos oder anderweitiges Branding im Foto. Klassische Werbefotos passen nicht zum redaktionellen Teil von Medien! Mit Fotos hat Dein Beitrag noch größere Chancen, veröffentlicht zu werden.

Voilà! Nun kannst Du loslegen und Deinen Text verfassen. 

Natürlich gibt es auch beim Schreiben von Fachbeiträgen ein paar Schreib-Regeln. Die wichtigsten für Dich: Schreibe sachlich – das ist KEIN Werbetext! Daher lässt Du auch alle Superlative draußen. Du überzeugst „Deinen“ Journalisten und seine Leser einfach mit interessanten Fakten und fundierten Infos, die für sich sprechen. Und Dein Produkt bzw. Deine Dienstleistung ist ein gutes Praxisbeispiel, wie das Problem gelöst werden kann, das so viele beschäftigen wird.

Dein Text ist fertig? Du hast tolle Fotos und dazu passende Bildtexte bereitgestellt? Klasse!

Nun kannst Du ihm alles zumailen und Dir das Erscheinungsdatum der Ausgabe in Deinem Kalender notieren. So kannst Du direkt nachschauen, wenn Dein Beitrag draußen ist. Denn: Redaktionen haben so viel zu tun, dass sie Dich normalerweise nicht darüber informieren werden, wenn Dein Beitrag publiziert wird.

Und was ist, wenn der Journalist nicht direkt Infos oder einen Beitrag von Dir möchte?

Geht der Journalist nicht auf Dein Zulieferungsangebot ein, kommt er womöglich später auf Dich zu, wenn er frische Fragen zu Deinem Fachbereich hat. Er weiß ja nun, dass es Dich gibt und für welche Themen Du eine gute Ansprechpartnerin bist.

Wie du siehst, können Deine Aktivitäten langfristig hilfreich für Dein Business sein – auch wenn Du keine sofortige Reaktion erhältst!

In jedem Fall gewinnst Du auf diese Weise langfristig das Vertrauen von Journalisten und deren Lesern – Deinen Wunschkunden – und wirst als Expertin für sie sichtbar. Welch eine prima Aussicht!

p-v-schenck-prWenn Du in Zukunft Deine PR selbst in die Hand nehmen und von Anfang an professionell aufsetzen möchtest, lass Dir doch einfach von Petra zeigen, wie es richtig geht. Sie hat einen wirklich exzellenten Online-Kurs hierzu entwickelt, den du dir hier auf ihrer Webseite genauer anschauen kannst.