Heute  erreicht mich über Facebook eine Nachricht, die mich dazu inspiriert, einen in Gedanken schon längst geschriebenen Beitrag endlich zu veröffentlichen.

Eine Facebook-Freundin schrieb:
„Du bist mir als sehr sympathische und interessante FB Freundin aufgefallen und schreibst tolle Postings. Ich bin neugierig …..  was macht Dich so erfolgreich? Wollen wir nicht aus einem unpersönlichen virtuellen Kontakt einen persönlichen herstellen?“

Ja, das möchte ich gern und ich möchte gleichzeitig auch mit meinen Lesern teilen, was mich die letzten anderthalb Jahre bewegt hat. Durch diese kleine Nachricht auf Facebook kommen die Fragen, die ich mir selbst stelle nun auch von außen.

Was macht mich erfolgreich und wie lässt sich Erfolg definieren?

Dazu gehören auch die Fragen, die sich mit dem gegenteiligen Zustand von Erfolg beschäftigen. Was ist Scheitern und wer bestimmt, ob etwas oder jemand gescheitert ist oder nicht?

Ich bin seit 2001 als Trainerin und Online-Coach auf dem Markt und habe viele Jahre für Verlage gearbeitet. Insgesamt habe ich mittlerweile 25 Jahre Erfahrung in Vertrieb und Verkauf und 15 Jahre im Marketing. Mein Themenschwerpunkt lag dabei immer im Bereich der Kundengewinnung und in Fachverlagen bei der Autorengewinnung. Irgendwann hatte ich das Gefühl, immer das Gleiche zu tun. Ich entschied mich, eine weitere Zielgruppe hinzuzunehmen und begann, Marketing- und Sales-Strategien für Solopreneurs anzubieten.

Das war die Geburtsstunde der Soloprenesse. Ich startete meinen Blog, schrieb Beiträge, hielt Webinare, entwickelte neue Seminare und Onlinekurse. Meine (zugegebenermaßen erst einmal wenigen) Teilnehmer waren begeistert. Soweit alles bestens.

Der „Soloprenesse-Salon“, eine Online-Lese-Community für Business-Bücher war mein Herzensbaby, erforderte jedoch großes zeitliches Engagement. Es sah alles nach einem großen Erfolg aus und es war auch einer, denn meine Angebote wurden mehr und mehr angenommen, meine Beiträge geteilt, meine E-Mail-Liste wuchs – ich war im Gespräch. Aber trotzdem hatte ich immer große Selbstzweifel und zermürbte mich, ob mein Angebot wirklich gut genug sei, meine Beiträge nicht zu oberflächlich. Ich selbst fühlte mich zu ungenügend und traute mir meinen eigenen Erfolg überhaupt nicht zu. Darüber ging mir einfach die Puste aus.

Der Wechsel vom klassischen Trainerbusiness zum Online-Business war schwieriger und umwälzender als erwartet und zu allem Überfluss sabotierte ich mich selbst.

Erkenntnis Nr. 1:
Ohne das richtige Mindset brauchst Du nicht zu beginnen.

Mir fehlte ein Sieger-Mindset, ein gesundes Wissen und Vertrauen darauf, dass mein Angebot wertvoll und von großem Nutzen ist. Mir fehlte der Glauben, dass unter diesen abertausenden von Internetnutzern genügend Menschen sein werden, die mein Angebot gern annehmen und bereit sind, einen ordentlichen Preis dafür zu zahlen.

Ich habe jede Menge meiner wertvollen Energie vergeudet, um gegen mich selbst anzutreten.

Mehr und mehr entstand so ein Druck, noch besser verkaufen zu müssen und meinen Teil zum Familieneinkommen beizutragen. Aber dieser Druck ist unangenehm und überhaupt nicht sexy – weder für einen selbst, noch für die Kunden. Die Umsätze blieben aus, die Arbeit jedoch nicht und mein Selbstwertgefühl als Coach für Verkauf und Akquise wurde immer geringer. Ich befand mich in einer Abwärtsspirale und bediente munter alle alten Glaubenssätze, die ich seit meiner Kindheit verinnerlicht hatte. Etwa dieser: „Wenn Du nur hart genug arbeitest, kommt der Erfolg.“ Also arbeitete ich noch härter, noch länger am Abend und am Wochenende, bis ich nichts anderes mehr im Kopf hatte als die Jagd nach Aufträgen. Die ganze Familie litt unter meinem Druck.

Als ich mich Ende 2014 nach eineinhalb Jahren intensivstem Soloprenesse-Aufbau völlig erschöpft aus allen sozialen Medien zurückgezogen, den Blog eingemottet und mich beruflich neu orientiert habe, stand ich vor genau dieser Frage: Bin ich jetzt gescheitert? Habe ich jetzt aufgegeben und was kommt jetzt? Werde ich jemals erfolgreich sein?

Erkenntnis Nr. 2
Wenn der Erfolg sich nicht einstellt, tue nicht mehr von dem, was zu dieser Situation führt. Gehe in die Ruhe, tue gar nichts.

Erst wenn der Kopf zur Ruhe kommt  – durch Meditation, lange Waldspaziergänge, Gartenarbeit oder einen Angestelltenjob und es einem endlich gelingt, die eigenen Ängste anzunehmen, kommt auch wieder die Kreativität zutage.

Instinktiv habe ich das umgesetzt, als ich die Soloprenesse 2014 eingemottet habe. Ich habe mir einen Job gesucht ohne große Verantwortung, mir wieder mehr Zeit für die Familie genommen und so zur Ruhe gefunden. Jeden Nachmittag hatte ich frei, mein Gehalt kam immer pünktlich. Das war ein völlig neuer und total stressfreier und erholsamer Zustand für mich. Zumindest in der Anfangszeit. Ich bin eine veränderungsfreudige und neugierige Frau, eine umsetzungsstarke Macherin und strategische Entwicklerin. Mein kleiner Teilzeitjob wurde mir bald fad. Mehr Verantwortung fand ich als Marketingleiterin einer privaten Internatsschule. Genau an diesem Punkt setzte meine Kreativität wieder ein und mit einem neugierigen Blick auf mich selbst, begann ich mich intensiv mit meinen Glaubenssätzen zu befassen und genauer zu analysieren, was mich daran gehindert hatte, meine gesteckten Ziele zu erreichen.

Zu diesem Zeitpunkt begann ich auch zu verstehen, dass ich niemals gescheitert war. Vielmehr fühlte ich mich wie eine kluge Siegerin, denn ich hatte endlich aufgehört, mehr vom Falschen zu tun und hatte begonnen, meinem Gefühl zu vertrauen, und auf mein Herz zu horchen. In diesem Prozess hat mir die energetische Arbeit mit Barbara Steldinger sehr geholfen.

Auf Raho Bornhorsts Seminar „Durchbruch zur Freiheit“ hatte auch ich meinen ganz eigenen Durchbruch. Ich verstand, wie wichtig eine gesunde Selbstliebe ist und wie gut es tut, sie uneingeschränkt zu leben. Die inneren sinnlosen Zweifler sind endlich still und haben aufgehört, mich unnötig klein zu halten und an mir zu nagen. Manchmal, wenn sich doch mal einer an die Oberfläche traut, nehme ich ihn zur Kenntnis und schicke ihn zurück in seine Ecke. Über diesen ganzen Zeitraum hinweg habe ich weiterhin im Hintergrund an meinen Zielen gearbeitet, gelesen, Online-Kurse absolviert, Neues gelernt, viel getestet und analysiert. Mein Blick war dabei immer nach vorn gerichtet.

Vor wenigen Monaten habe ich die Soloprenesse wieder ans öffentliche Licht gebracht, ihr einen neuen Webanstrich, ein weicheres und weiblicheres Logo verpasst und ihr einen Platz in meinem Herzen mit Aus- und Weitsicht eingeräumt. Sie ist noch lange nicht perfekt ausgerichtet, aber steht schon im Rampenlicht. Das ist mir wichtig. Plötzlich wollten mein Wissen und meine Erfahrungen wieder heraus in die Welt und meine Vision der Soloprenesse ist großartig. Ich möchte vielen, vielen Menschen dabei helfen, ihr eigenes Business zum Erfolg zu führen, indem ich Ihnen dabei helfe, ein Erfolgs-Mindset aufzubauen um dann mit ihnen Marketing- und Verkaufsstrategien zu entwickeln, die ihre Persönlichkeit und ihre Einzigartigkeit in den Vordergrund rücken. Das Empfehlen und Vermarkten der eigenen Angebote soll Freude machen, der eigentliche Verkaufsprozess ein Spiel sein, das nur Gewinner kennt.

Erkenntnis Nr. 3
Lege los – auch wenn Du noch nicht hundertprozentig bereit bist.

Meine eigenen Erfahrungen geben der Soloprenesse jetzt das neue Gesicht.

Ich habe früher so hart gekämpft, für mein Business und zu oft gegen mich selbst. Ich habe immer geglaubt, so verhandeln zu müssen, wie ich es von meinen männlichen Kollegen gelernt hatte und dabei versäumt, meine eigenen weiblichen Stärken anzusehen und zielführend einzusetzen. Ich habe mich zu sehr an anderen gemessen, statt mir selbst gut genug zu sein.

Heute weiß ich, dass alles in mir bereits vorhanden ist und dass ich genügend fantastische Kundinnen und Kunden gewinnen werde, die mit mir an ihren Sales- und Marketing-Strategien arbeiten werden. Ich weiß, dass ich viele Menschen auf dem Weg zu zu ihrem eigenen Erfolg unterstützen und dass ich meine Angebote gelassen verkaufen kann, weil ich mein Denken verändert habe. Ich lebe heute aus der Fülle heraus und nicht mehr im Mangeldenken.

Erkenntnis Nr. 4
Eine Königin sein: Aufstehen, Krone ausbeulen, Lippenstift erneuern und weiter regieren

Ich lasse mir Zeit, arbeite weiterhin intensiv an meiner persönlichen Entwicklung, baue Schritt für Schritt die Soloprenesse aus und wachse dabei immer mehr in meine eigene Kraft hinein.
Aus dieser Position heraus kann ich eine erfahrende und entspannte Sparringspartnerin für selbständige Frauen und Männer sein, die Schritt für Schritt ihr Marketing aufbauen wollen und sie dabei unterstützen, mit mehr Leichtigkeit und Selbstwertgefühl zu beraten und zu verkaufen.

Ich liebe meine Vision der neuen Soloprenesse und habe mein Ziel klar vor Augen.  Zum Erfolg gehört für mich auch, wirtschaftlich aus dem Vollen schöpfen zu können. Nur dann kann ich in mein Business und in meine Persönlichkeit investieren, um noch besser für meine Kundinnen zu werden.

Erkenntnis Nr. 5:
Es steckt mehr in Dir drin, als Du glaubst.

Diese wirtschaftliche und persönliche Krise im Jahr 2014 war das größte Geschenk, das ich je erhalten habe und ich bin froh und dankbar, dass ich so klug war, es anzunehmen. Dieses Straucheln hat mir erst richtig vor Augen geführt, dass es eine große Weisheit in mir gibt, die immer schon zu mir gesprochen hat. Nur hatte ich all die Zeit nicht zugehört.

Jetzt weiß ich, was mich erfolgreich macht: Es ist die Fähigkeit, eigene Fehler zu erkennen, um dann neue und bessere Wege zu entdecken. Es ist der Mut, klare Entscheidungen zu treffen und das Vertrauen, mit liebevollem Herzen und festem Glauben an mich dranzubleiben, um das klar definierte Ziel zu erreichen.

Und genau das wünsche ich Dir auch!